Fichte Picea abies

Fichtenwald

Holzbeschreibung

Das Splint- und Kernholz sind farblich nicht unterschieden (Reifholzbaum bzw. "Baum mit hellem Kernholz" nach neuer Terminologie). Das gleichmäßig hellfarbige Holz ist von weißlicher, zumeist gelblichweißer Färbung. Unter Einfluß des Lichtes dunkelt es deutlich nach und nimmt einen gelblichbraunen Alterston an.
Die Jahrringe sind je nach Wuchsgebiet eng bis sehr breit und deutlich voneinander abgesetzt. Der Übergang vom hellen, weißlichen Frühholz zum rötlichgelben Spätholz vollzieht sich innerhalb der Jahrringe überwiegend allmählich. Das farblich abgesetzte Spätholz und die scharfe Markierung der Jahrringgrenzen bewirken auf den Längsflächen markante Fladern (Tangentialschnitt) bzw. Streifen (Radialschnitt). Das Holz weist auf gehobelten Flächen einen seidigen Glanz auf. Im frischen Zustand hat es einen harzigen Geruch.

Das Holz der Fichte ist dem der Tanne sehr ähnlich. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale finden sich bei der Beschreibung der Tanne.


Gesamtcharakter: Geradfaseriges, hellfarbiges Nadelholz ohne Kernfärbung. Mit deutlichen Frühholz-Spätholz-Bereichen und entsprechend gut markierten Jahrringgrenzen


Eigenschaften

FICHTE

Fichtenholz ist weich und bei einer mittleren Rohdichte von 0,47g/cm³ bei 12-15% Holzfeuchte als mittelschwer einzustufen. Allerdings unterliegt das Gewicht in Abhängigkeit von der Jahrringbreite einer recht großen Spannweite. Wie bei allen Nadelhölzern nehmen mit zunehmender Jahrringbreite der Anteil des dickwandigen Spätholzes und damit die Rohdichte und die mit ihr in engem Zusammenhang stehenden Festigkeitswerte ab. Daher sind bei Bauschnitthölzern und Baurundhölzern aus Nadelholz für die Güteklasse 1 nach DIN 4074 über 4 mm breite Jahrringe höchstens bei der Hälfte des Querschnitts zulässig.
Im Verhältnis zum relativ geringen Gewicht besitzt Fichte gute Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften, worauf sich ihre hervorragende Eignung als Bau- und Konstruktionsholz begründet. Neben guten mechanisch-technologischen Eigenschaften besitzt Fichte ein gutes Schwindverhalten. Sie schwindet nur mäßig und zeichnet sich nach der Trocknung durch ein überwiegend gutes Stehvermögen aus. Nur bei ausgeprägtem Drehwuchs oder höheren Rotholzanteilen kommt es zu stärkeren Verformungen
.





© Schuhboeck 2013